Einladung zum 3. Fest der Begegnung

Der Treffpunkt e.V. der Lokalen Agenda 21 lädt zusammen mit dem Helferkreis Asyl und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) zur bereits dritten Auflage des interkulturellen Festes ein:

Fest der Begegnung
Samstag, 20. Mai, von 14 bis 18 Uhr,
Hachinga-Halle

Die Verständigung unter den Kulturen und das gegenseitiges Kennenlernen stehen beim diesjährigen Fest der Begegnung wieder im Mittelpunkt. Das Festkomitee, unter der Leitung von Klaus Schulze-Neuhoff und Franziska Kindsmüller, hat wieder ein buntes und abwechslungsreiches Programm (PDF) für die ganze Familie zusammengestellt. Die Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn und die Bigband der Musikschule Unterhaching treten genauso auf, wie die Trommelgruppe der Musikschule.

 

 

 

 

 

Der Kreisjugendring (KJR) trägt mit dem Kinderschminken und einem Riesenkicker zu einem unterhaltsamen Nachmittag bei. Der TSV Unterhaching baut einen Spiel-, Sport- und Spaßparcour für die Kinder auf und der Fotoclub Lichtwerk Unterhaching wirkt mit seiner Fotobox mit.

 

 

 

 

 

Vertreter der christlichen Gemeinden und einer muslimischen Glaubensgemeinschaft sprechen als Zeichen der Völkerverständigung ein interreligöses Friedensgebet. Neben Bürgermeister Wolfgang Panzer hat auch die neue Integrationsbeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Kerstin Schreyer, ihren Besuch zugesagt. Die Veranstalter hoffen, dass auch in diesem Jahr wieder viele Gespräche zwischen den Unterhachinger Bürgerinnen und Bürgern und den in Unterhaching lebenden Asylbewerbern möglich sind.

Unterstützung für das Buffet

Um das Fest kulinarisch zu bereichern benötigen die Organisatoren auch in diesem Jahr die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger. Wer Lust hat eine Speise für das Buffet beizusteuern, der setze sich bitte ab dem 2. Mai mit Susanne Herrmann in Verbindung (Telefon 0157 5905 5347,  Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 18 und 20 Uhr). Das Festkomitee bedankt sich schon jetzt für die Unterstützung.

Die Radfahrschule geht in die Winterpause

„Oh, nein“ winkt Fara ab „in Somalia dürfen Mädchen nicht Fahrrad fahren“ und setzt sich erst recht voller Stolz und Vorfreude auf das spezielle Lernfahrrad.

Mit beiden Füßen fest auf dem Boden fühlt sie sich sicher. Dem Helferkreis stehen zwei vom ADFC München ausgemusterte Räder zum Lernen für derzeit 8 „Schülerinnen“ zur Verfügung. Ein Lernrad zeichnet sich dadurch aus, dass es einen sehr tiefen Einstieg hat, Sattel und Lenker ruck zuck verstellbar sind und die Pedale für die ersten Gleichgewichtsübungen zur Nutzung als Laufrad abgeklappt werden können.

Mit tatkräftiger Unterstützung der Helfer Rita Hörter und Carl Pietsch entstand ein rundes Programm für den Unterricht. Dazu waren meine Erfahrungen als ADFC-Radfahrlererin sehr hilfreich. Vom Laufrad bis hin zum sicheren Beherrschen eines Fahrrads ist ein langer Weg.

Konsequentes Üben und unzählige ehrenamtliche Stunden stecken in diesem Prozess. Ein Eindruck von Rita Hörter rückblickend: „Im Erwachsenenalter Rad fahren zu lernen braucht ungleich länger als es im Kindesalter zu lernen. Aber die Frauen sind mit Ausdauer dabei und ihre große Freude ist einfach ansteckend. Ihre beachtlichen Fortschritte den Sommer über zu beobachten war die eingesetzte Zeit mehr als wert.“

Jetzt frieren unsere Gäste aus sonnenverwöhnten Teilen der Erde und an ein Radfahrtraining ist nicht mehr zu denken. Wir planen jedoch, die kalte Jahreszeit dafür zu nutzen, in der Unterkunft für alle Bewohner mit Unterstützung des ADFC richtige Verhaltensweisen im Straßenverkehr und wichtige Verkehrsregeln zu schulen. Die nötigen Unterlagen und Präsentationen und Original-Verkehrsschilder stehen schon bereit.

Noch eine Idee geht uns nicht aus dem Kopf – zwei zusätzliche Lernräder, damit das Üben durch das ständige Durchwechseln nicht mit so vielen Zwangspausen unterbrochen wird. Jede Spende hierfür wäre eine Freude für alle.

Die Radfahrschule startet im neuen Jahr, sobald es wieder wärmer wird. Wer gerne in dieser Arbeitsgruppe mitwirken möchte, kann mich gerne und jederzeit über den Helferkreis kontaktieren. Das ganze Team würde sich freuen.

New Future Haching United gegen F.C. Giesing (5:1)

Saison 2016
10. Spieltag
23.10.2016 um 14:00 Uhr
Spielort: Kunstrasen der Gem. Unterhaching

 

HACHING HOLT DIE MEISTERSCHAFT!!!

Es ist also vollbracht! Das letzte Puzzlestück fügt sich ein in eine grandiose Saison, in der man am Ende ungeschlagen und ohne Punktverlust die Meisterschaft in Liga 5 holt – Genial!

Im letzten Spiel wartete auf die Hachinger noch einmal ein richtig toller und starker Gegner. Der F.C. Giesing mit Top-Torjäger Emmanuel Buckman war zu Gast auf dem ausverkauften Hachinger Kunstrasenplatz – bei traumhaftem Herbstwetter, Bühne frei für ein klasse Spiel!

Beide Teams beginnen schwungvoll. Haching vergibt seine Top-Chancen in Person von Marco und Tobi leider kläglich, so dass auf beiden Seiten lange die Null steht. Erst ein Elfmeter bringt das 1:0 durch Suare. Giesing antwortet, und wie! Buckmann in Bundesliga-Form – Knie An-und Mitnahme und ein Strich von einem Seitfallzieher – 1:1!

Nach der Halbzeit läuft Haching Sturm! Latte Marco, Latte Baye. Dann die Erlösung! Tobi steckt fein durch und Marco mit der ganzen Wut der vergebenen Chancen hämmert das Ding in den Winkel!

Danach gewinnt Haching Oberwasser und der kurz zuvor eingewechselte Maxwell sorgt mit einem tollen Solo für die Vorentscheidung! Tobi und Chris krönen mit ihren jeweils ersten Saisontreffern eine klasse Leistung…der Rest ist dann nur noch pure Freude!!

Fazit: Der Kreis schließt sich. Jungs ihr seid die Besten…!!

PS: Danke an einen starken und super fairen Gegner! Glückwunsch zum Aufstieg! Ebenso an den spontan eingesprungenen Schiedsrichter!
An alle Zuschauer die unserem Team in Liga und Pokal so oft die Daumen gedrückt haben: DANKE!
Keine Ahnung wie es nächstes Jahr weitergeht, aber jetzt genießen wir einfach erstmal den Moment…!

Marco Fechner

Fotogalerie und Plakatausstellung „Flucht und neue Heimat?“

In Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung Unterhaching, der Caritasdienste im Landkreis München und der VHS Unterhaching organisierte der Helferkreis Asyl unter Federführung des Arbeitskreises Öffentlichkeit die Ausstellung vom 05. bis 21.10.2016 im Foyer des Rathauses in Unterhaching.

Im Rahmen des Fotoclub Lichtwerk der VHS Unterhaching unter Leitung von Manfred Lingen waren es die Flüchtlinge selbst die ihre Alltagsmomente durch Fotographien eingefangen und als Fotogalerie zur Ausstellung brachten. Eigens gestaltete Plakattafeln  informierten über das Selbstverständnis, die Arbeit und die Ergebnisse des Helferkreises.


„Wir wollen die Lichtblicke und die Fortschritte der Integration hier in Unterhaching in den Vordergrund stellen“ lautete die zentrale Aussage des AKÖ während der Eröffnungsveranstaltung am 05.10.2016 im Rathaus.

Bürgermeister Wolfgang Panzer unterstrich vor etwa 80 Gästen in seiner Ansprache: „Wir müssen uns in unsere neuen Mitbürger hineinversetzen, damit wir sie besser verstehen können.“ Unsere Helferkreis-Leiterin, Franziska Kindsmüller, führte aus: „Bürger sollen vorurteilsfrei und aus erster Hand erfahren, was der Helferkreis tut.“

Die Reaktionen auf die Ausstellung waren sehr positiv. Münchner Merkur und Süddeutsche Zeitung berichteten entsprechend. Auch im Unterhachinger Gemeindejournal, Ausgabe 09/2016, wurde unter der Rubrik „Aktuelles“ berichtet.

Vom Landratsamt München kam bereits die Anfrage für die Ausstellung  am Mariahilfplatz 17, der wir gerne nachkommen und in die Planung und Umsetzung führen. Termin folgt. Auch auf dem Fest der Begegnung am 20. Mai 2017 in der Hachinger Halle findet die Ausstellung wieder öffentliche Aufmerksamkeit und bietet am Rande der festlichen Aktivitäten Möglichkeiten zum Dialog mit Flüchtlingen und Helfern.

2. Fest der Begegnung in Unterhaching

Brücken der Verständigung

Es war ein Fest des Kennenlernens, der Toleranz und der ausgelassenen Stimmung: 300 Unterhachinger Bürger und Asylbewerber feierten in der Hachinga-Halle gemeinsam das 2. Fest der Begegnung. Mit dabei waren auch Landrat Christoph Göbel und der 2. Bürgermeister Prof. Alfons Hofstetter.

Ob bei der Musik, beim Essen oder bei einem persönlichen Gespräch – an diesem Tag wurden viele Brücken zwischen den Nationen und den Kulturen geschlagen. So wurde zu den Klängen der Alto-Musi ebenso getanzt wie bei den heißen Rhythmen der Trommel-Session der Musikschule. „Viele Unterhachinger sind heute mit den Asylbewerbern ins Gespräch gekommen“, freute sich Franziska Kindsmüller, Leiterin des Asylhelferkreises.

Mitglieder des Treffpunkt e.V. der Lokalen Agenda 21, des Asylhelferkreises und der Arbeiterwohlfahrt hatten unter der Leitung von Klaus Schulze-Neuhoff ein buntes Programm zusammengestellt und mit der Deko für internationalen Flair in der Hachinga-Halle gesorgt.

Zauberer Tevest präsentierte an einem schattigen Plätzchen vor der Halle seine Zaubertricks. Der Riesenkicker sorgte bei den Kindern für genauso viel Begeisterung wie das Schminken der JKW. Mit enormer Hilfe der Bevölkerung und der Asylbewerber stellte Susanne Herrmann ein köstliches Buffet mit heimischen und internationalen Speisen zusammen.

Den engagierten Einsatz der vielen ehrenamtlichen Asylhelfer in Unterhaching hob Landrat Christoph Göbel in seinem Grußwort hervor. Das Fest der Begegnung bezeichnete Göbel als „ein wunderbares Fest mit den Menschen, die zu uns gekommen sind“.

Vize-Bürgermeister Prof. Alfons Hofstetter drückte die Hoffnung aus, dass mit dem Kennenlernen die Toleranz und das Verständnis für die Probleme der Asylbewerber vertieft werden, und vielleicht echte Freundschaften geschlossen werden. Zufrieden zeigte sich auch der Leiter des Festkomitees, Klaus Schulze-Neuhoff: „Das Fest ermutigt zum Weitermachen“, resümierte der Sprecher der Lokalen Agenda 21 am Ende der Veranstaltung.

Probe-Feuerwerk – Aktion von Helferkreis und AWO

Die meisten Asylbewerber in Unterhaching erlebten am 31. Dezember ihren ersten Jahreswechsel in Deutschland. Die Sorge, dass bei den Flüchtlingen das Silvester-Feuerwerk Erinnerungen an den Krieg in ihrer Heimat weckt, war bei den Helfern groß.

Der Helferkreis und die Sozialbetreuung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) überlegten sich eine gemeinsame Aktion, um den Asylbewerbern den Brauch zum Jahreswechsel schon vor Mitternacht zu demonstrieren.

Am Nachmittag trafen sich die Helfer und die Asylbewerber zuerst zu Kaffee und Tee. Das Interesse war groß. Die Familien aus der Traglufthalle überrannten förmlich die Organisatoren. Rund 25 Asylbewerber, darunter Familien aus Afghanistan, Syrien und der Ukraine mit ihren Kindern kamen in die Containerunterkunft. Zusammen mit deren Bewohnern waren es über 30 Flüchtlinge.

Mit Anbruch der Dunkelheit ging es gemeinsam in den Landschaftspark. Die Firma Himmelschreiber aus Unterhaching, mit ihrem Chef Sebastian Ruppert, hatte großzügig Silvesterraketen zur Verfügung gestellt. Zum Einstimmen gab es für die Kinder Wunderkerzen. Diese wurden den Helfern förmlich aus der Hand gerissen.

Trotz des Regens konnte Erich Wittmann vom Helferkreis mit Unterstützung seines Sohns die Raketen zünden. Das Feuerwerk war für die Familien eindrucksvoll, vor allem die Kinder hatten großen Spaß.

Die Helfer waren überrascht, dass fast keines der Kinder mit Angst reagierte, nur einige Kleinkinder erschraken über laute Böller. Durch das laute Krachen entstand eher Angst und Schrecken bei den Erwachsenen. Eine syrische Mutter hatte zunächst große Angst, konnte aber beruhigt werden.

Interview mit Marco Fechner, Trainer „New Future Haching United“

Marco Fechner, 24 Jahre, studiert Lehramt für Deutsch und Sport.

Herr Fechner, sie haben mit der Mannschaft der Unterhachinger Asylbewerber „New Future Haching United“ auf sich aufmerksam gemacht, spielen Sie selbst aktiv Fußball?

Fechner: Bis vor zwei Jahren war ich aktiv, habe für den TSV Ottobrunn und den TSV Grasbrunn gespielt. Dann aber wegen dem Studium aufgehört und nur noch in Freizeitmannschaften mitgemacht.

Wie kamen Sie zu der Mannschaft der Asylbewerber?

Fechner: Meine Freundin Sophia Blässing, die in Ottobrunn eine Familie aus Nigeria in Deutsch unterrichtet hat, kam bei einem Spaziergang auf die Idee. Wir sahen die Bauarbeiten für die Asylunterkunft in Unterhaching, und sie meinte, ich könnte doch für die Bewohner ein Fußballtraining anbieten, da diese sicher froh über jede Ablenkung wären. Ich nahm also Kontakt auf zu Franziska Kindsmüller und fragte diesbezüglich an. Nach Einzug der Asylbewerber trafen wir uns in der Unterkunft und fragten, wer Lust hätte, Fußball zu spielen.

Und wie war die Reaktion?

Fechner: Gut, zum ersten Training am Platz bei der Landebahn kamen schon zehn Leute. Ich habe angeboten, das jede Woche zu machen. Die Mitarbeit war unterschiedlich, oft kamen zehn, manchmal auch nur fünf Leute. Über die Münchner Freizeitliga „Royal Bavarian Liga“ fanden wir dann einen Gegner aus Taufkirchen für ein Freundschaftsspiel.

Spielen da nur Freizeitmannschaften, oder auch Ligaspieler?

Fechner: Die sind richtig gut organisiert, mit Schiedsrichtern und allem was dazu gehört. Es dürfen pro Mannschaft maximal zwei Leuten aus Vereinen spielen. Das erste Spiel verloren wir 2:8, was wir aber als Erfolg werteten. Immerhin haben wir gleich zwei Tore geschossen. Es hat sich gut weiterentwickelt, wir haben trainiert und parallel dazu Freundschaftsspiele über die Freizeitliga ausgetragen.

Habt ihr denn einen festen Platz zum Spielen?

Fechner: Wir haben deswegen bei der Gemeinde nachgefragt, und Herr Trautwein erlaubte uns, den Fußballplatz am Oberweg zu benutzen, da gibt es sogar Flutlicht. Sieben Spiele haben wir dort ausgetragen. Mittlerweile waren auch Leute aus der Traglufthalle dazugekommen, das war unser großes Glück, denn da waren sehr gute Fußballer dabei. Während die Asylbewerber aus der Unterkunft in Unterhaching und in Garching, die auch zu uns gestoßen sind, sehr unzuverlässig waren, hielten sich diese an die Absprachen, und sie können sich gut organisieren.

Damit kam dann der Erfolg?

Fechner: Ja, gegen „Ramasuri“ aus Ottobrunn gewannen wir 5:1 und gegen die zweite Mannschaft der Fortuna Unterhaching sogar 6:0. Wir waren selbst überrascht, aber das hat uns einen extremen Schub gegeben. Bei der Fortuna durften wir dann jeden Dienstag mit der ersten Mannschaft trainieren. Über Whatsapp organisieren wir uns jetzt ganz gut, es kommen immer zwischen 15 und 20 Leute zum Training. So waren die letzten zwei Monate die erfolgreichsten und für mich als Trainer die einfachsten.

Können ihre Spieler denn mit der Fortuna mithalten?

Fechner: Das Niveau ist mittlerweile viel höher geworden. Ein paar können sogar gut mithalten, der Ehrgeiz wurde dadurch angestachelt. Egon und Schorsch Diebel von der Fortuna haben das ermöglicht. Seit dem Spiel gegen Ottobrunn und Unterhaching haben wir auch Zuschauer. Es kommen pro Spiel so 30 bis 40, ich nehme an, zum großen Teil vom Helferkreis.

Das hört sich gut an, Sie spielen ja auch selbst in der Mannschaft?

Fechner: Ja, aber die Organisation, Suche nach einem Platz und nach Gegnern, die Anfahrt und Heim-Fahrt mit den Spielern und die Spiele selbst, das alles ist schon einer große Belastung und erfordert viel Zeitaufwand. Dann müssen auch die Trikots gewaschen werden von mir und meiner Freundin, die für mich eine sehr große Unterstützung und Triebkraft ist.

Und wie geht es jetzt weiter?

Fechner: Die Fortuna machte den Vorschlag, uns als dritte Mannschaft außer Konkurrenz anzumelden. Aber das hätte auch Nachteile, dann müssten wir zu festen Zeiten spielen und trainieren, was bei mir wegen des Studiums nicht machbar ist. Die Alternative wäre, einen festen Platz von der Gemeinde zu bekommen und parallel dazu in der Freizeitliga anzutreten. Das wären im Jahr zirka zwölf Spiele. Die Spieler wären Feuer und Flamme für diese Lösung.

Das Problem ist: Die Freizeitliga verlangt eine Teilnahmegebühr, würde uns aber 50 Prozent Nachlass gewähren, das wären dann einmalig 115 Euro, die bis spätestens 1. Februar fällig sind. Wenn wir aber keinen Platz von der Gemeinde bekommen müssen wir bei den Spielen ebenfalls Platz- und Schiedsrichtergebühr zahlen, das können wir nicht stemmen. Dann bräuchten wir dringend einen Sponsor.

Herr Fechner, wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen viel Erfolg für „New Future Haching United“. In einem Ort wie Unterhaching müsste sich doch ein Sponsor für diese relativ geringen Kosten finden lassen!                                                                                                                                         Marion Hussmanns

Bericht im Münchner Merkur:  Flüchtlinge reif für die Freizeitliga

Senioren im KUBIZ feiern Nikolaus mit Asylbewerbern

Am 7. Dezember fand im Begegnungsraum des KUBIZ auf Einladung des Seniorentreffs Unterhaching eine Feier zum Nikolaustag mit den Asylbewerbern statt.

Organisiert durch den Seniorentreff wurden mit Unterstützung durch viele Helfer und Spender für die Asylbewerber rund 90 Geschenke verpackt.

Neben den zahlreichen Asylbewerben, Senioren im KUBIZ und Mitgliedern des Asylhelferkreises konnte auch Bürgermeister Wolfgang Panzer begrüßt werden.

Es begann mit einem herzlichen Willkommensgruß und der Erläuterung der Bedeutsamkeit der Adventszeit und des St. Nikolaus durch die Leiterin des Seniorentreffs Erdmute Albat und durch die Leiterin des Asylhelferkreises Franziska Kindsmüller.

Für den musikalischen Rahmen sorgte der Gospelchor Unterhaching unter Leitung von Barbara Klose. Die etwa 25 Sängerinnen und Sänger sangen gemeinsam mit den Gästen englische und deutsche Weihnachtslieder. Ein besonderes Ereignis war natürlich der Besuch des St. Nikolaus, dargestellt durch Klaus Westmar.

Vor dem prächtig geschmückten Weihnachtsbaum las er aus seinem goldenen Buch viele lobende Worte über die Menschen in der Asylunterkunft vor. Aber auch eine kleine Ermunterung zur Verbesserung der Disziplin in der Gemeinschaftsküche konnte man von ihm hören. Cindy Drozkowski übersetzte die Ansprachen im Wechselspiel mit den Rednern ins Englische.

Im Mittelpunkt standen natürlich insbesondere die Kinder, die als erste in ungeduldiger Erwartung ihre Geschenkpakete bekamen. Nach dem offiziellen Teil ergaben sich noch viele schöne und angeregte Gespräche zwischen Asylbewerbern und Akteuren dieser Veranstaltung, von denen so mancher erstaunt war, wie gut das doch schon in Deutsch geht.

Das Team Arbeit des Helferkreises

Wir helfen gern, wenn es darum geht, Jobs für AsylbewerberInnen zu organisieren, schreiben gemeinsam mit ihnen Lebensläufe, fragen bei Unternehmen nach den Arbeitsmöglichkeiten und vereinbaren Vorstellungsgespräche. Unterstützt von den Begleitdiensten kommt es dann zum Bewerbungsgespräch und manchmal zu Schnupperstunden. Bei einer Zusage geht der Stress erst richtig los: Genehmigung bei der Ausländerbehörde und der der Arbeitsagentur einholen, und dann… warten. Anschließend heißt es Personalbogen ausfüllen, Krankenversicherung, Sozialversicherungsausweis, Steuer-ID u.v.m. organisieren.

Belohnt werden wir dafür mit der großen Freude der AsylbewerberInnen, wenn es mit einem Job geklappt hat! Ein wichtiger Schritt dahin sind aber Deutschkenntnisse.

Nach drei Monaten Aufenthalt in Deutschland dürfen unsere Gäste arbeiten, vorausgesetzt, dass für die betreffende Arbeit kein „vorrangiger“ EU-Bürger gefunden wurde. Es läuft also auf Reinigung, Spülküche, Lagerarbeiten hinaus. Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsländern dürfen gar nicht arbeiten.

1-Euro-Jobs für gemeinnützige Einrichtungen, also zusätzliche Tätigkeiten für maximal 20 Stunden pro Woche sind ein guter Einstieg in die Arbeitswelt und haben bisher immer bei der Suche nach einer festen Vollzeitstelle geholfen.

Zu beachten ist, dass Einkünfte auf die Sozialleistungen angerechnet werden, die Unterstützung also entsprechend gekürzt wird. Die meisten AsylbewerberInnen wollen unbedingt arbeiten, und sehen es wie wir auch als einen ersten Schritt zur selbstständigen Versorgung, zum Spracherwerb, zur Kontaktknüpfung und damit zur Integration.

Sie haben Ideen für Jobs, wollen helfen, können begleiten oder einfach nur Deutsch üben? Melden Sie sich gerne bei uns.

Claudia Köhler und Manfred Lauf

 

Interreligiöser Nachmittag in St. Korbinian

Georg Neumann interpretiert  am Sonntag, den 20.12. um 14.30 in der Unterhachinger Kirche St. Korbinian nicht nur für Asylbewerber den „Heiligen Wandel“. Dieses barocke Wallfahrtsbild von 1670 kann auch Nichtchristen helfen, christliches Denken zu verstehen.

Der etwa halbstündige Vortrag wird zweisprachig in Englisch und Deutsch gehalten. Im Anschluss lädt die Pfarrei zu einem Gedankenaustausch bei Kaffee und Gebäck in das Pfarrheim ein. Vielleicht kann diese Veranstaltung auch als Auftakt für weitere interreligiöse Angebote wirken, durch welche sich die mehrheitlich muslimischen Asylsuchenden und die Christen besser verstehen können.